Samstag, 24. März 2018

Seven Easy, Ascona - wir feiern den Frühlingsanfang

Ristorante Seven Easy, Ascona, Piazza Giuseppe Motta 61, Tel. 091 780 77 71
täglich mittags und abends geöffnet



Wir sind, wie so viele zurzeit, Kälte, Winter und Schnee leid und flüchten für ein kurzes Wochenende ins sonnig warme Tessin.


Bei frühlingshaften Temperaturen sitzen wir an der Piazza und geniessen den Blick auf den See und unser Essen im Seven Easy.


Für den Signore gibt es vorweg:


culatello emiliano con gnocco fritto e crema di parmigiano reggiano
culatello rohschinken aus der region emilia romagna mit frittierten gnocco und parmesan-crème

Und anschliessend:


fegato di vitello con endivia belga, canederli di focaccia e salsa al porto e caffè
gebratene kalbsleber mit glassiertem chicoree, focaccia-knödel und portwein-kaffee-sauce

Ich bestelle, wie so häufig hier, eine der feinen knusprigen Pizzen, diesmal Pizza Tonno e Cipolle


Für Gerhard gibt es dann noch das obligatorische Schokoladeneis - hier wird ihm eine der dunkelsten Schokoladeneissorten, die er je gegessen hat, serviert. Es bekommt spontan von ihm auf seiner Skala 9 bis 9,5 GSS Punkte.


Getrunken haben wir den Orizzonte 2015 von Christian Zündel, eine Assemblage aus Merlot und Cabernet Sauvignon


Dienstag, 13. Februar 2018

Linguine mit schwarzen Trüffeln

Glücklicherweise passiert es uns selten, aber ab und zu trifft es auch uns einmal. Aktuell sogar gleich zweimal hintereinander... Die Rede ist von Reinfällen im Restaurant. Doch ich bin ein höflicher Mensch und dies ist ein Blog, in dem es keine Restaurant-Verrisse gibt, sondern hier berichte ich ausschliesslich über Restaurants, die ich persönlich empfehle. So! Das musste mal wieder gesagt werden! Über unsere Erlebnisse gestern und heute hülle ich den höflichen Mantel des Schweigens und zeige euch lieber ein Pasta-Rezept, das mich wieder kulinarisch versöhnt hat.

Dies ist sicherlich nicht klassisch. Gegen die berühmten Fettucine Alfredo, wie hier bei Ariane im Original gezeigt (klick hier)  bzw. wie bei Robert mit Parmesan-Butter-Creme (klick hier) sollen diese Trüffel-Linguine auch nicht antreten, also kein Klassiker, sondern einfach nur ein Wohlfühl-Genuss-Rezept, um für mich nun die Saison für die scharzen Périgord-Trüffel abzuschliessen.

Für die Sauce habe ich mich einmal mehr bei Signor Roberto (klick) bedient und mich an seiner crema, die ich mit schwarzen Trüffeln verrührt habe, erfreut.



Es ist Saison-Abschluss, d.h. ich darf so richtig verschwenderisch mit den schwarzen Dingern umgehen, dann mal los:

ich nehme für 2 Personen:

  • 100 ml Sahne
  • 50 g allerbesten Parmesan, frisch und fein gerieben, am besten den von der Vacche Rosse
  • 50 g Butter, weich
  • Salz, weisser Pfeffer, ein Hauch von Knoblauch
  • schwarze Trüffel, je nach Verfügbarkeit
  • ca. 150 g Linguine


und los gehts:

Für die Crema zunächst die Butter mit dem Handrührer schaumig schlagen, den geriebenen Parmesan unterziehen und anschliessend die Sahne in kleinsten Portionen unterziehen und zu einem festen Schaum schlagen. Evtl. nach jeder Portionszugabe Sahne das Rührgefäss kurz in warmes Wasser stellen und dort kräftig unterrühren. Falls die Crema zu weich wird, in kaltes Wasser stellen und dort weiterrühren. Nicht zu heiss rühren, die Konsistenz sollte in etwa der von schaumig geschlagener Butter entsprechen.

Dies ist das Procedere für die Fettucine Alfredo, für meine Trüffel-Paste rühre ich einfach noch unter diese Buttercreme schwarze Trüffel, die ich auf der Trüffelhobel in feine Scheiben und anschliessend in dünne Streifen geschnitten habe.

Für das Finish die Pasta knapp al dente kochen, abgiessen und eine Tasse vom Kochwasser aufheben. Die Pasta mit der Trüffelcreme und evtl. etwas Kochwasser mischen (es muss ja nicht gleich die ganze Tasse Pastawasser sein, erst mal mit ein bisschen beginnen) und auf vorgewärmten Tellern servieren.

Das hat sooo grandios geschmeckt - nun halte ich es aus, ab zuwarten, bis die kommende Saison für Trüffel wieder beginnt, dann geht es für mich wieder los mit Alba-Trüffel, doch bis November ist ja noch ein Weilchen.

Uns hat dazu dieser Wein gefallen - dieses Weingut muss ich mir bald mal genauer anschauen... ihr wisst, was das heisst...



Montag, 12. Februar 2018

Ristorante La Chiesa, Locarno-Monti

Ristorante La Chiesa, via del Tiglio 1,  Locarno-Monti, Tel. 091 752 03 03
Ruhetage: Montag und Dienstag

Der Eingang befindet sich direkt neben der Kirche SS Trinità in Locarno-Monti

Seit Claudio Borsoni das La Chiesa vor fast vier Jahren verlassen hat (er kocht mittlerweile in Zermatt im Z'ART (klick hier) , wollen wir dieses Restaurant unter der neuen Geschäftsführung testen. Wobei, so ganz neu sind die beiden Herren nicht, Ivan Torre im Service und Peter van Bosch als Küchenchef, wissen sicherlich was sie, tun, da sie bereits hier unter Claudio Borsoni gearbeitet haben und das Restaurant natürlich in- und auswändig kennen.




Die Begrüssung und Vorstellung des aktuellen Menus durch Ivan waren schon mal vielversprechend, als dann die Küche noch mit einem Karotten-Kokossüppchen, Red-Curry und Garnele grüsst, waren wir bereis sehr angetan:


Glücklicherweise finden sich auch noch die La-Chiesa-Klassiker auf der Karte: Rinds-Tatar, natürlich handgeschnitten:

TARTARE DI MANZO  E UOVO DI QUAGLIA CON FONDUTA DI CASTELMAGNO E CARDI Rindfleischtatar und Wachtelspiegelei mit Castelmagno-käsefondue und Kardonen


für mich gibt es als Vorspeise 

POLIPO CON VARIAZIONE DI CAVOLFIORI E COZZE
Oktopus mit Blumenkohlvariation und Muscheln


Beim Hauptgericht sind sich beide Neu's einig:

Filetto di Skrei con Asparagi, Edamame, salicornes e piselli
Skreifilet mit grünem Spargel, Edamame, Salicorne, Erbsenpürree:


und als süsser Abschluss für den Signore noch eine Crème Brûlée mit Tonkabohnen und Himbeer-Sorbet:


Fazit: Wir haben zwar bei unserem Besuch den Küchenchef Peter van Bosch nicht persönlich kennenlernen dürfen, dafür hat allerdings Ivan im Service hervorragende Arbeit geleistet - freundlich, stets aufmerksam und souverän und kompetent, dabei locker lässig - genau so mag ich das! 
Sowohl Service als auch Küche haben uns überzeugt und wir freuen uns bereits auf einen nächsten Besuch im La Chiesa.

Sonntag, 11. Februar 2018

Coniglio al Forno - im Ofen gebratenes Kaninchen

Coniglio al Forno - im Ofen gebratenes Kaninchen


Solche Gerichte liebe ich! Beste Zutaten, davon nicht zuviele und einfach und leicht auf den Teller zu bringen - Tessiner Küche halt - ich weiss schon, warum ich ein Fan davon bin. Vor allem bin ich ein Fan von Alice Vollenweider und ihrem kleinen roten Büchlein "Frischer Fisch und wildes Grün", in dem sie viele genuss-affine Tessiner zu Wort kommen lässt.



Daraus stammt auch das Rezept für dieses Tessiner Gedicht - besser geht es nicht! Einfachste, beste Zutaten und vor allem wenig Zutaten, mit Aufmerksamkeit und Liebe zubereitet, doch probiert mal selbst. Unser Kaninchen habe ich bei der Macelleria von Nicolino Branca, http://tisalutoticino.blogspot.ch/2010/02/macelleria-branca-vira.html bestellt, perfekt in Stücke zerteilt, mit Innereien und frischen Rosmarin-Zweigen wurde es uns über die Theke gereicht.



ich nehme (für 4 Personen):

1 Kaninchen, zerlegt, mit Innereien
Salz, Pfeffer
Rosmarinzweige
1 grosse Zwiebel, geschält und in Spalten geschnitten
60 g Butter in Flocken zerteilt
Olivenöl
2 - 3 dl Weisswein

und los gehts:

Den Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Kaninchenteile gründlich mit Salz und Pfeffer einreiben. Eine ofenfeste Brat-Reine mit den Rosmarinzweigen belegen, darauf die Kaninchenteile plazieren, mit Olivenöl begiessen, die Butterflocken darauf verteilen, wer mag verteilt auch ein paar Zwiebelspalten zwischen den Kaninchenteilen.

Für 1/2 Stunde im Ofen braten. Dann die Fleischstücke wenden, mit Weisswein begiessen und weitere 20 bis 30 min unter öfterem Begiessen fertig braten. Am Ende der Garzeit soll der Sud fast komplett eingekocht sein und die Kaninchenstücke wunderbar knusprig schmecken - so wie bei uns.

Das ist Küche, wie ich sie liebe: Wenige, gute Zutaten, einfache Zubereitung, grandioses Esserlebnis.

Uns hat dazu dieser köstliche Weisswein von Kopp von der Crone geschmeckt:






Samstag, 10. Februar 2018

Cantine Stucky-Hügin, Vairano

Cantine Stucky-Hügin, Via Rocca 37, 6575 Vairano
Tel. J. Hügin: +41 79 3202127

Es wird Zeit, dass hier endlich mal wieder ein Bericht über Tessiner Wein bzw. Tessiner Winzer veröffentlicht wird. Diesmal stelle ich euch ein relativ junges, kaum bekanntes Weingut am Gambarogno vor, von dem man aber sicherlich in den nächsten Jahren noch sehr viel hören wird.

Als wir kürzlich bei Pablo im Ristorante Rodolfo in Vira essen waren (Bericht gibt es hier klick), habe ich die Weine der Cantina della Rocca auf der Weinkarte des Restaurants entdeckt.... noch nie gelesen - noch nie gehört, geschweige denn probiert. Und ein Weingut am Gambarogno? Da muss ich hin! Der Signore weiss, was das heisst. Ich scharre ungeduldig mit den Hufen und bereits am nächsten Tag darf er seine Frau nach Vairano chauffieren. Nein, nicht einfach nur so, sondern ich habe vorab telefonisch unseren Besuch angekündigt. Signor Hügin, den ich zwar bei meinem Anruf erreiche, der allerdings gerade im sicherlich wohlverdienten Urlaub weilt, erklärt mir den Weg zum Weingut und organisiert für uns eine Abholung. Weinprobe und Besichtigung wird dann später nachgeholt.


Hinter diesem Tor geht es los - bereits die Zufahrt ist imponierend.


Herrlich gelegen, selbst jetzt zu dieser Jahreszeit beeindruckendes Flair, das bei mir automatisch Urlaubsstimmung weckt.


Hier werden auch Events für bis zu 50 Personen ausgerichtet - das kann ich mir gut vorstellen in dieser Traumlage.

Doch ich will euch ja über dieses Weingut und die Weine berichten. Fangen wir doch mal bei den Weinmachern an: Werner Stucky, ein, wenn nicht sogar DER Pionier in Sachen Weinbau im Tessin und Jürg Hügin, ein Quereinsteiger, haben beschlossen, sich zusammen zu schließen. Einen Artikel über den Werdegang von Jürg Hügin gibt es hier (klick) nachzulesen. Über Werner Stucky brauche ich nicht viel zu erzählen, denn dieser Name ist jedem, der sich nur ein wenig für Tessiner Weinbau interessiert, ein Begriff. Er führt in Rivera mit seinem Sohn Simon die Cantina del portico (klick hier), wobei die Weine beider Weingüter auch gemeinsam vermarktet werden, d.h. auch in Vairano lassen sich die Weine der Cantina del portico bestellen. Auf der Homepage gibt es ein Formular, dass man sich herunterladen und zur Weinbestellung verwenden kann. 

Wir haben uns diesmal ausschliesslich für eine Sorte interessiert, den wir auch bei Pablo probiert hatten, "Sita", ein für 12 Monate im Stahltank ausgebauter Weisswein - alles andere folgt dann später bei unserem nächsten Besuch, wenn Herr Hügin wieder aus dem Urlaub zurück ist - ich werde berichten.


Donnerstag, 8. Februar 2018

Ankommen im Ristorante Rodolfo di Pablo Ratti

Ristorante Rodolfo di Pablo Ratti
Via Cantonale 68, 6574 Vira-Gambarogno
Tel. 091 795 15 82
mittags und abends geöffnet, Ruhetage: Montag und Dienstag

Es gibt in meinem Blog schon einige Berichte über unsere Besuche in diesem schönen Ristorante und eigentlich dachte ich mir diesmal, dass es nicht schon wieder einen Bericht geben sollte - Fotoapparat war auch sicherheitshalber nicht dabei - doch mein Handy war glücklicherweise in der Handtasche, denn das, was uns Pablo heute mal wieder geboten hat, will und kann ich euch nicht vorenthalten. Wobei es ziemlich dunkel war und die Fotos schon nicht ganz so ansprechend sind (ich untertreibe....). Sie werden keinesfalls diesem grandiosen Koch gerecht.



Das mit den beiden Wasserflaschen hier im Vordergrund auf dem Foto ist natürlich Tarnung, ich wollte euch nur das schöne, heimelig flackernde Kaminfeuer im Hintergrund zeigen, natürlich haben wir auch "ein bisschen" Vino getrunken, und zwar diesen hier:



Sita 2014 der Cantina della Rocca, doch dazu morgen mehr (klick hier)

Der Gruss aus der Küche wird in Form eines Brioche, das gefüllt mit einer Paté aus Weissfischen und einer Mayonnaise mit Anchovis serviert wird. Perfekt abgestimmte Aromen, dazu diese leichte Kruste der Brioche - ich hätte mich daran satt essen können (Foto habe ich aus grösster Begeisterung leider vergessen, man möge es mir verzeihen).

Die Vorspeise des Signore:
Fasanen-Terrine, Karotte, Trüffel-Vinaigrette, Wildsalate 
(die knusprige Scheibe vom gerösteten Valle Maggio-Brot sieht zwar optisch nicht so gut aus und hätte ruhig etwas kleiner ausfallen können, hat aber trotzdem gut dazu gepasst):



Für mich "Taco": Ziegenfrischkäse "Büscion di capra von Silverio Sargenti aus Quartino (Preisträger 2012 in der Kategorie Ziegenkäse beim Swiss Cheese Award) sorry, diese ausführliche Erklärung musste sein, denn schliesslich handelt es sich hier um einen Frischkäse vom Gambarogno, der eine grosse Anerkennung gewonnen hat! Serviert mit rotem Mais und Feigensenf und karamelisiertem Senf:




Anschliessend gibt es für den Signore das was er bzw. ich auch meistens hier essen, nämlich das unwiderstehliche Fritto Misto del Lago, doch das Foto hiervon kann ich euch wirklich diesmal nicht zumuten und hier im Blog gibt es davon auch genug zu sehen, z.B. hier (klick) und hier (klick), doch die Beschreibung auf der Speisekarte muss man sich trotzdem auf der Zunge zergehen lassen:

Fritto ma non troppo 
Pesce del lago Maggiore –­­ Patata
Ortaggi marinati –­­ Maionese –­­ Erbette fresche
Lago Maggiore-Fisch – Kartoffeln
Mariniertes Gemüse – Mayonnaise – Frische Kräuter


Ich lasse mich von Pablo beraten und wähle die Fisch-Tagesempfehlung: Felchenfilet, von ihm wunderbar zart und saftig in der Pfanne zubereitet mit einer sehr schönen Gemüsebeilage - genau so, wie ich mir das gewünscht habe - grazie, Pablo!




Unbedingt empfehle ich als Dessert noch: EROS!!!

Eros 
Sorbetto alla pera –­­ Mousse al Grana Padano 30 mesi  
Formaggio erborinato – Miele
Birnen-Sorbet – “Grana Padano 30 mesi” Mousse
Blauer Schimmelkäse – Honig


Davon gibt es heute kein Foto, denn der Signore hat gestreikt, sich aber beim nächsten Besuch wieder vorgenommen, dieses köstliche Dessert zu geniessen, weil ihn das immer und immer wieder begeistert, bitte nicht von der Karte nehmen, lieber Pablo!

Freitag, 19. Januar 2018

Ristorante Gnesa, Gordola

Ristorante Gnesa, Via San Gottardo 80, 6596 Gordola,
Tel. 091 745 20 65, mittags und abends geöffnet, Ruhetag: Sonn- und Feiertage


Das Ristorante La Gnesa liegt direkt an der Hauptstrasse in Gordola, nicht weit von Locarno entfernt. Beim Betreten werden wir von Piero direkt durch den rustikalen Raum mit Pizzaofen, in dem es etwas lebhafter zugeht, in den ruhigeren Restaurantteil geführt.

Ein kleines Stück wunderbar knusprige Pizza zur Begrüssung gibt es für uns. Das erinnert mich daran, dass ich hier unbedingt mal wieder Pizza essen sollte - aber nicht heute Abend.

Es ist etwas zu dunkel zum Fotografieren, ich will euch trotzdem zeigen, was wir gegessen haben, auch wenn es leider katastrophale Fotos sind:

Gerhard wählt 


Tagliere di salumi nostrani con formaggio d’alpe, verdure sotto aceto e foglie di salvia fritta Aufschnittplatte mit Alpenkäse und eingelegtem Gemüse und frittierten Salbeiblättern

Ich bestelle die wunderbare Minestrone, die der aufmerksame Piero mir noch mit etwas Parmesan bestreut serviert:




Es geht weiter mit Eglifilets in Eihülle gebacken, knusprige Kartoffeln, Gemüse und Sauce Tartare




und für mich ein Eintopf aus rosa Thunfisch, Meeresfrüchten und Oliven:



serviert in einer schön würzigen Tomatensauce. Ich sollte beim nächsten mal allerdings daran denken, bei der Bestellung dazu zu sagen, dass ich den Tonno innen roh gebraten haben möchte.

Wir haben dazu auf Empfehlung einen leichten sizilianischen Weisswein von Pantelleria getrunken, diese Insel war mir bisher lediglich ein Begriff im Zusammenhang mit den Kapern aus Pantelleria, die einen unnachahmlichen Geschmack haben.

Fazit: Aufmerksamer Service, feine Küche, bei den Weinen muss ich noch ein bisschen rumprobieren, aber das bekommen wir beim nächsten Besuch sicherlich hin. 
Übrigens: Auch grosse Empfehlung, wenn man Pizza-Hunger hat!

Donnerstag, 18. Januar 2018

Ristorante La Fontana, Locarno

Ristorante La Fontana im Hotel Belvedere, Via ai Monti della Trinità 44, 6600 Locarno, Tel. 091 756 00 79



Obwohl das La Fontana bereits vor fast zwei Jahren eröffnet wurde, haben wir es erst jetzt dorthin geschafft. Warum nur haben wir so lange gewartet? Wir waren sehr zufrieden und werden sicherlich bald wiederkommen.

Die Küche ist mediterran, leicht, mit vielen regionalen Einklängen. Eine junge flexible Crew in der offenen Küche und ein netter aufmerksamer Service - einfach nur zum Wohlfühlen.

Wir werden zum Start mit einem kleinen Teller köstlichem Schinken und wunderbar knusprigem Valle Maggia Brot begrüsst. Anschliessend hat der Signore als Vorspeise



Petto di quaglia scottato, insalata formentino, funghi, uovo di quaglia, nocciole e melagrana -
 Gebratene Wachtelbrust, Nüsslisalat, Pilze, Wachtelei, Haselnüsse und Granatapfel

Ich habe Appetit auf Suppe:



Zuppa di verza e ceci al profumo di rosmarino - 
Wirsing und Kichererbsensuppe parfümiert mit Rosmarin

Für Gerhard geht es weiter mit 



Petto d’anatra al tandoori, albicocche secche, pak choi 
Entenbrust mit Tandoori, trockenen Aprikosen, Pack Choi

und auf Sonderwunsch für mich einen köstlichen Gemüseteller:



Weil heute so schönes sonniges Wetter ist, nehmen wir anschliessend auf der Terrasse Platz und dort bekommt mein Mann eine schöne Überraschung serviert:



Sein geliebtes Schokoladeneis (GSS 9), besonders schön mit Glückwünschen zu seinem Geburtstag serviert. 

Fazit: Ein schönes Ambiente, ein ausgezeichnetes Essen und nicht zuletzt der aufmerksame, freundliche Service durch Daniela - ich muss da bald wieder hin!

Sonntag, 24. Dezember 2017

Weihnachten einmal anders...

Weihnachten 2017 - dies ist Weihnachten einmal anders. 




Seit 27 Jahren - seit unser Sohn auf der Welt ist - haben wir jedes Jahr Weihnachten gemeinsam gefeiert. Dieses Fest ist bei uns in der Familie sehr wichtig, verbunden mit vielen, im Laufe der Jahre lieb gewonnenen Traditionen und immer mit schönen kulinarischen gemeinsamen Erlebnissen verknüpft. Jetzt ist Yannick 28 Jahre und frisch verheiratet. Es trifft mich nicht so ganz unvorbereitet, als er uns irgendwann eröffnet, Weihnachten mit seiner Frau bei deren Familie feiern zu wollen. Ich kann es gut verstehen, schliesslich sind 800 km Fahrtzeit um lediglich 3 Tage bei uns zu verbringen, wahrscheinlich auch noch bei Schnee- und Winterwetter, einfach zu viel. Trotzdem trifft es mich und ich beginne mir bereits Gedanken zu machen, wie wir, d.h. Gerhard und ich alleine, dieses Jahr Weihnachten verbringen werden.

Soll es traditionell werden, so wie jedes Jahr? Oder soll es Weihnachten einmal anders werden? Gibt es etwas, auf das ich mich vorfreuen kann? Vielleicht sogar ein bisschen im voraus ablenken bzw. trösten kann?

Seit Jahren spuckt in meinem Kopf der Wunsch herum, einen grossartigen Wein, DEN Château Pétrus zu probieren. Für mich ein Wein, den ich mindestens einmal in meinem Leben probieren will. Ich möchte wissen, wie er schmeckt, wie er riecht und welche unterschiedlichen Nuancen ich auf meiner Zunge wahrnehme. Warum nicht mal zu Weihnachten? Das wäre doch eine grossartige Gelegenheit. 

Ich zögere noch eine Weile, der Preis... der Preis ist schon ein Wahnsinn... ist das wirklich richtig was ich tue? Ach Unsinn! Jaaa! Ich will das schon längst tun und jetzt tue ich es einfach! Jawoll! 

Dann geht die Suche los (das lenkt mich schon ein bisschen ab und die Vorfreude und Neugierde auf diesen besonderen Wein wächst). Wo kaufe ich diese Besonderheit? Bei den Händlern meines Vertrauens? Die arbeiten im mittleren Preissegment - in diesen Sphären werde ich da nicht fündig. Bei den grossen Händlern? ... einer macht sich noch nicht einmal die Mühe, mir auf meine wiederholte Mailanfrage zu antworten. Dies ist auch schliesslich eine Frage des Vertrauens, schliesslich hat man schon oft genug von Fälschungen gehört. Nicht auszudenken, wenn ich in meiner Unwissenheit ... ach, ich will gar nicht daran denken.

Ich werde schliesslich fündig - Merci beaucoup, Eric! - und kurz vor Weihnachten reist eine Flasche Château Pétrus 2007 in seiner Holzkiste verpackt mit mir ins Tessin. 




Bereits der Moment, als wir die Flasche ins Auto tragen, ist aufregend. Ich glaube, Gerhard ist schon ein bisschen genervt von mir, weil ich ihn ständig ermahne, vorsichtig zu sein, nur ja nicht zu stolpern und die Flasche in ihrem Karton sicherlich gut verpackt, nur ja geschützt im Auto zu lagern. Schliesslich ist das bewältigt, die kostbare Fracht ist sicher ins Tessin transportiert und darf ein paar Tage in unserem Weinkeller ruhen.

Wir sind selbst hier in den Ferien mit sehr guten Weingläsern ausgestattet, doch irgendwie ist mir plötzlich keines unserer Gläser gut genug und wir kaufen auch noch schnell zwei spezielle Pomerol-Gläser, schön dünnwandig, so wie ich es mag. 

Am Weihnachtsmorgen darf Le Pétrus aus der Cantina ins ebenfalls kühle Schlafzimmer wandern, wir telefonieren noch mit den Kindern (ich kämpfe bereits ein wenig mit den Tränen...), doch es gibt glücklicherweise auch noch whatsapp und unsere Schwiegertochter! Sie hält liebevoll (und für mich auch tröstend) den Kontakt und versorgt uns mit aktuellen Fotos von ihren Vorbereitungen für den Weihnachtsabend, schickt Fotos vom Baumschmücken, von unserem Sohn unter dem fertig geschmückten Baum, vom Weihnachtsessen... Es ist trotzdem ein seltsames Gefühl ... zum ersten Mal ohne Yannick ... doch Schluss jetzt!

Ich öffne den Château Pétrus rechtzeitig. Es gelingt mir, auch wenn ich ziemlich aufgeregt bin, denn schliesslich öffne ich nicht alle Tage ein solches Fläschchen, den Korken unversehrt heraus zu ziehen Ich schnuppere.... und bin erleichtert: nicht die leiseste Ahnung eines Korkgeruchs, es scheint alles in Ordnung zu sein. Ich muss trotzdem schon probieren, denn ich will ganz sicher sein, ob der Wein auch wirklich in Ordnung ist. Nur ein klitzekleines Schlückchen, doch ich bin aufgeregt und der Wein geht nicht ins Glas, sondern der kostbare Schluck fliesst daneben auf den Tisch. Oh nein, das darf doch nicht wahr sein! Ohne gross darüber nachzudenken, was ich da tue und wie das wohl aussehen mag, beuge ich mich über den Tisch und ... ja, ich tue es wirklich, schlürfe die kostbaren Tropfen vom Tisch. Der Wein ist in Ordnung, doch dann schaue ich auf meinen Mann, der sich vor Lachen nicht mehr halten kann. Aber schliesslich handelt es sich um die wahrscheinlich kostbarste Flasche Wein, die ich jemals in meinem Leben trinken werde, da darf ich doch mal meine gute Erziehung vergessen, oder? 

Dann noch eine Stunde warten, das Depot soll sich setzen, aaaber nicht dekantieren, wird mir empfohlen. Ja, mache ich, jetzt bin ich geduldig, denn ich weiss zumindest schon mal, dass mein Pétrus in Ordnung ist. Nun muss ich nur noch warten, bis er nicht nur in Ordnung, sondern grandios schmeckt. 

Wir bereiten unser Abendessen vor, es gibt Charbonnade, doch den Wein wollen wir vorher bereits verkosten, ich will den puren Genuss und dieser sollte nicht durch irgendwelche andere Aromen und Geschmackrichtungen verändert werden. 

Der erste Schluck! Ich bin aufgeregt, nehme kleine Schlucke... und bin begeistert! Diesen besonderen Geschmack, diese Aromen... ich weiss schon jetzt, dass ich sie in meiner Erinnerung immer wieder auf meiner Zunge schmecken und dass ich diesen Moment und diesen Geschmack auch nie vergessen werde.

Doch da ist noch was.... dieser Moment - ist das der richtige Moment für diesen besonderen Wein? Ich schaue Gerhard an und wir sind uns einig, dass heute vielleicht doch nicht der richtige Tag ist und dass wir ein Glas trinken werden und unsere Flasche für den morgigen Tag aufheben werden. Ich bin mal wieder dankbar für meine Vakuum-Weinpumpe, verschliesse den Pétrus und stelle ihn bis morgen zur Seite.

Für heute hat er seinen Zweck erfüllt - ich hatte ein besonders Weihnachtserlebnis und hoffte, mich dadurch ein wenig ablenken zu können. Es ist dir gelungen, Château Pétrus. Doch wenn ich wählen dürfte, hätte ich Weihnachten lieber mit meinem Sohn als mit einem Pétrus verbracht. Wobei, perfekt wäre es gewesen, mit Yannick einen Pétrus zu verkosten 😏

Weihnachten einmal anders... der Heiligabend war tatsächlich anders, aber auch sehr schön! Weihnachten zu zweit war neu für mich, aber auch ein schönes, sehr entspanntes Erlebnis - ZU ZWEIT! Danke, Gerhard!!!


Samstag, 23. Dezember 2017

Wiederbesucht: Ristorante La Piazza, Verscio

Ristorante La Piazza, Verscio
Ristorante Pizzeria Piazza
Piazza Concordia 6
6653 Verscio
091 753 18 36
montags geschlossen




 Ich mag die Terre di Pedemonte sehr, zumal diese Region ein Paradies für Geniesser ist. Eine solche Dichte von guten Restaurants findet man sonst nur in grösseren Regionen. Allein in Verscio gibt es eine Vielzahl von Ristoranti, die man nach einem Besuch des Teatro Dimitri aufsuchen kann. Für uns gibt es jedoch erstmal Brot-Einkauf bei Fausto Peri, direkt an der Piazza neben dem Ristorante La Piazza gelegen.




Ausserdem ist es mal wieder Zeit, über dieses wunderbare Restaurant von Davide Modeste zu erzählen. Wir kehren dort häufig ein (viel öfter, als ich es euch hier erzähle), eigentlich meistens dann, wenn wir Lust auf gute Pizza haben. Wobei das diesem Restaurant sicherlich nicht gerecht wird, denn die Karte verzeichnet viele andere Köstlichkeiten und lässt sich nicht nur auf Pizza reduzieren, auch wenn diese noch so gut schmeckt. 

Auf der Tages-Karte finden sich auch gerade jetzt in der herbst- bzw. winterlichen Saison viele verführerische Wild-Gerichte, ansonsten sind immer zu haben die Fritti Misti di Mare (irgendwann esse ich die mal....) bzw. eine ständig wechselnde Auswahl an hausgemachter Pasta, wie z.B. die Orecchiette mit Zucchini, Salsiccia und Basilikum, Pizzoccheri alla Valtellinese, Ravioli mit violetten Kartoffeln und Guancinale und als Hauptgerichte neben dem bereits erwähnten Fritto Misto di Mare verführen Ossobuco di Vitello, Cordon Bleu, Zürcher Geschnetzeltes mit Rösti und... und... und....

Doch wie gesagt, ich bin da wenig flexibel, wenn ich in dieses schöne Dorf zu Davide fahre, dann will ich immer nur das eine: PIZZAAA!

Vorher noch - wann immer ich es auf der Karte entdecke, einen Salat aus rohen Artischocken, Ruccola und Parmesanspänen:



aaaber dann endlich zum Objekt meiner Begierde: Pizza Nostromo: pomodoro, mozzarella, tonno, capperi, cipolle, die ich noch zusätzlich grosszügig mit olio piccante abrunde.



Auch der Signore liebt dieser Pizza, allerdings in der Variation Bianca und ohne Kapern, aber das Foto erspare ich euch... (für mich sieht das aus wie Flammkuchen 😏

Wir haben dazu (auch wenn ich zu Pizza eigentlich lieber Rotwein mag, aber zum Artischocken-Salat hat es wunderbar gepasst, und Weine der Cantina il Cavaliere kann ich immer trinken) die Wahl des Signore getrunken: Lansiló 2016, ein reinsortiger, weiss-vinifizierter Merlot, im Stahltank ausgebaut, so liebt es der Signore - und bei Weinen von Belossi, meinem Tessiner Lieblingswinzer kann ich mich ihm anpassen...

Ach, es war mal wieder schön hier zu sein. Ich mag diese wunderbare Mischung von den Bewohnern aus der Region, die hier ihren Cafe trinken und das Hörnli der benachbarten Bäckerei verspeisen oder dann später die Mitarbeiter der nebenan gelegenen Postfiliale, die hier ihren Weihnachts-Apéro nehmen und nicht zuletzt mag ich Davide, der uns noch zum Abschluss seinen herrlichen Grappa zum Espresso serviert und einfach ein herrlich unkomplizierter, aufmerksamer Gastgeber ist.

Grazie, Davide!

Freitag, 22. Dezember 2017

Osteria Vairano, San Nazzaro

Osteria Vairano, Via Bellavista 1, 6575 Vairano - San Nazzaro
Tel. 091 794 16 04



Hier oben vom Parkplatz der Osteria Vairano hat man einen wunderschönen Blick auf das verschneite, aber sonnige Tessin. Vor uns auf der anderen Seeseite liegt die Bucht von Ascona, doch wir betreten jetzt diese gemütliche Osteria, in der mittags die Arbeiter und Geschäftsleute der Region einkehren zu einem preiswerten Piatto del Giorno - heute gibt es Costine und knusprige Rosmarin-Kartoffeln. Der Blick auf die Teller an den Nachbartischen ist verführerisch, doch wir werden an den Feiertagen noch genügend Fleisch essen, daher dann heute bitte eher fleischlos....



Wir geniessen zunächst einmal einen Aperitivo und warten, bis sich der Trubel ein wenig gelegt hat. Danach wählen wir à la carte: Zum Auftakt dann doch nicht ganz so fleischfrei: ein Affetato Misto, Tessiner Wurstwaren:



Salami, Schinken, Lardo, Trockenfleisch und... und... mit Alpkäse serviert, sind von herausragender Qualität, serviert mit knusprigem Brot



Anschliessend hausgemachte Gnocchi mit Butter und Salbei, bzw. für den Signore mit Gorgonzola - besser haben wir dieses Gericht kaum irgendwo serviert bekommen, leicht, fluffig - einfach köstlich!

Auch die junge Dame im Service war, trotz anfänglichem Hochbetrieb, aufmerksam, schnell und sehr kompetent. Grosses Kompliment!

Nicht nur im Sommer, wenn der herrliche Blick ohnehin für sich spricht, kann ich diese Osteria empfehlen, sondern auch bzw. gerade jetzt, in der ruhigen Winterzeit, lohnt sich der Weg nach Vairano.


Donnerstag, 21. Dezember 2017

Klassiker: Fettucine Alfredo


Fettucine Alfredo, ein Klassiker in der italienischen Küche



Es gibt Essen, die sind einfach nur grandios. Dazu gehören für mich die Klassiker in der italienischen Pastaküche, allen voran Fettucine Alfredo. Immer wenn die Saison der Alba-Trüffel beginnt, werde ich ein wenig unruhig und lechze nach diesem göttlichen Duft und Geschmack. Bereits der Tag, an dem diese weisse Trüffel bei mir in der Küche einzieht, ist ein besonderer: Die frischesten Eier, die ich auftreiben kann, werden in ein verschliessbares Glas geschichtet, 4 - 6 Eier müssen es schon sein, darauf kommt die Trüffel und dann verschliesse ich das Glas bis zum nächsten oder übernächsten Tag. Das Trüffelaroma verbindet sich durch die poröse Schale mit den Eiern (aus denen ich dann später ein Trüffel-Omelette zubereite). 

Bei Robert von lamiacucina habe ich das Rezept entdeckt und es seit seiner Entdeckung mittlerweile in jedem Jahr zu Beginn der Saison der weissen Alba-Trüffel zubereitet. Es schmeckt einfach so köstlich, schon alleine der Duft lässt mich geniesserisch die Augen schliessen, wenn ich eine grosszügige Portion über frisch gemachte Pasta hobele.



ich nehme (für 2 - 3 Personen):

250 g Weissmehl Type 405
2 Eier (62g)
2 Eigelb
Prise Salz
für die Crema:
1 dl Vollrahm
50 g milden, allerbesten Parmesan, frisch und fein gerieben, oder einen guten Sbrinz
50 g Butter, weich
Salz, weisser Pfeffer, ein Hauch von Knoblauch
und los gehts:
(1) Eier und Eigelb mit einem Quirl zu einer Emulsion verschlagen.
(2) Mehl, Salz und ca. 90% der Eimasse in der Kenwood zu einer krümeligen Masse verkneten (5-10 Minuten), Rest der Eimasse in kleinen Portionen zugeben, bis der Teig klumpt. Kein Wasser (Ein perfekter Teig klebt kaum und muss später nicht bemehlt werden).
(3) Den Teig von Hand zusammenkneten, in einem Suppenteller flachdrücken und mit Klarsichtfolie zudecken. Eine Stunde bei Raumtemperatur beiseite stellen, danach im Kühlschrank über Nacht reifen lassen.
(4) Am nächsten Tag den Teig stückweise mehrfach maschinell auswalzen, von grob nach fein, bis der Teig durchscheinend ist (feinste Stufe 9/9). Das Teigwarenband in ca. 20 cm lange Stücke schneiden, bemehlen mit Hartweizengriess und sofort mit dem Fettuccine-aufsatz oder von Hand zu Nudeln schneiden.
(5) Die Fettuccine bis zum Verbrauch über einen Besenstiel hängen, sie trocknen an der Luft sehr rasch ab. Die Fettucine können trocken 1-2 Tage aufbewahrt werden.
für die Crema:
(6) Für die Crema zuerst die Butter mit Handrührwerk oder Schwingbesen schaumig schlagen, danach den Parmesan unterziehen. Anschliessend den Rahm in kleinen Portionen zugeben und zu einem festen Schaum unterschlagen. Dazu nach jeder Rahmzugabe das Gefäss kurz in warmes Wasser (ca. 50 °C) stellen und kräftig rühren. Falls die Crema zu weich wird, das Gefäss in kaltes Wasser stellen und weiterrühren. Dieses Prozedere braucht etwas Geduld, durch das Erwärmen sollen die Parmesankrümel gelöst werden, zu starkes Erwärmen ergibt jedoch eine flüssige Käsesauce anstelle der schaumigen Crema. Die entstandene Creme hat die Konsistenz von schaumig geschlagener Butter. Die Crema kann vorbereitet werden, sollte aber nicht kaltgestellt werden (oder muss rechtzeitig wieder auf Raumtemperatur angeglichen werden).
für den Finish:
(7) Teller auf 70 °C vorwärmen.
(8) Fettucine in heissem, aber nicht siedendem Salzwasser knapp al dente kochen (frisch: 1-2 Minuten !) .
(9) Fettucine abgiessen, in die heisse Pfanne zurückgeben, mit der Crema mischen und sofort auf die vorgewärmten Teller verteilen und essen. Pfeffern nach Belieben.