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Samstag, 25. Oktober 2014

Guido Brivio, Mendrisio





Schon länger gab es hier keinen Bericht mehr über einen Tessiner Winzer. Dies bedeutet nun nicht, dass wir keinen Wein mehr trinken - im Gegenteil ;-) Ich bin auch nicht plötzlich umgeschwenkt und kaufe meine Weine im Supermarkt. Nein, nein, ich kaufe nach wie vor am liebsten beim Winzer direkt. 




Immer wenn von Guido Brivios Weinen die Rede ist, findet das Wort 'Eleganz' Verwendung. Ja, das passt zu ihm. So wie seine Weine, so ist auch er: Ein sehr eleganter, attraktiver Mann. 
Wenn ich ein Weingut porträtiere, gehört ein Foto des entsprechenden Winzers dazu. Als wir beim letzten Mal in Mendrisio zum Weinkauf waren, begegnete uns auch Signor Brivio. Ich bin ein höflicher Mensch und wollte ihn nicht in Verlegenheit bringen, indem ich ihn bat, für mich für ein Foto zur Verfügung zu stehen, denn offensichtlich hatte er am Abend zuvor heftigst gefeiert - und das sah man ihm auch an! 
Daher schlummerte dieser Beitrag bereits seit längerem hier bei mir im Archiv,  weil ich mir vorgenommen hatte, da nochmal hin zu fahren und zu schauen, ob der Zeitpunkt für ein Foto von Signor Brivio besser gewählt ist....bis ich befand, dass jetzt Zeit sei, ihn (den Beitrag - nicht den Signore) aus der Versenkung zu holen, notfalls halt ohne Foto:







Zum ersten Mal kam ich mit den Weinen von Guidi Brivio in Berührung in einem Ristorante in der Nähe von Bellinzona, dies war vor über 20 Jahren gewesen. Da empfahl uns die damalige Wirtin des Grotto della Salute in Guibasco ihren Lieblingsweisswein - das war Brivios Bianco Rovere, ein im Barrique ausgebauter weisser Merlot, dies dürfte auch einer seiner bekanntesten Weine sein. Seitdem begegnet er mir immer wieder auf den Weinkarten der Tessiner Gastronomie.

Gerhard als bekennender Rosé-Fan mag sehr gerne den Gran Rosé, einen spritzigen Merlot in leuchtendem Himbeer-Rosa. Unter den Roten sind vor allem seine Spitzengewächse, Riflessi d'Epoca und Platinum, beides reinsortige Merlots, hervorzuheben.

Nicht zu vergessen der Quattromani, der von vier Tessiner Spitzenwinzern produzierte Wein aus auserlesenen alten Traubenstöcken, die Trauben zu gleichen Teilen von Süden nach Norden, beginnend mit Guidio Brivio für das Mendrisiotto, Claudio Tamborini für das Luganese, über Angelo Delea (noch so ein attraktiver Mann - da sieht man mal wieder: Wein macht schön) für das Locarnese bis hin zu Feliciano Gialdi für die Tre Valli. Die Trauben werden separat bei jedem Produzenten gekeltert. Mehrere minutiös durchgeführte Degustationen führen dann zur endgültigen Assemblage.

Ich darf noch ein paar Fläschchen des Quattromani 2007 in meiner Cantina hüten, meistens öffne ich eine (oder zwei/drei) zu Silvester, wie z.B. hier zu sehen:

http://tisalutoticino.blogspot.ch/2012/01/der-ultimative-silvesterklassiker.html




Freitag, 23. Mai 2014

Cantine Aperte - Tage der offenen Weinkeller

In diesem Jahr wird zum 16. Mal von Ticinowine die alljährlich ersehnte Veranstaltung "Cantine Aperte" organisiert, diesmal mit 65 beteiligten Kellereien.

Von morgen an, Samstag, 24. Mai bis Sonntag, 25. Mai, gibt es von morgens 10 Uhr bis abends 18 Uhr die Möglichkeit, die Kellereien zu besuchen, die Weine zu verkosten, die Weinmacher und ihre Ideen, die dahinter stehen, kennenzulernen und Gespräche mit anderen Wein-Interessierten zu führen. 

Alle beteiligten Kellereien kann man (klick) hier anschauen. Wir sind von unserem Lieblingswinzer, Cantina Belossi in Contone am Gambarogno eingeladen, dort gibt es neben den wunderbaren Weinen auch Tee von kleinen Produzenten mit absolut natürlichen Zutaten zu verkosten.




Schauen die beiden nicht äusserst sympathisch aus? Tiziana und Roberto Belossi sind mindestens genauso sympathisch wie ihre Weine - also, morgen, Samstag oder Sonntag, hingehen und die wunderbaren Weine der Cantina il Cavaliere probieren.



Samstag, 9. November 2013

Matasci vini, Tenero

Matasci vini, Tenero

In der Nähe von Locarno hinter dem Bahnhof von Tenero befindet sich der Firmensitz eines der grössten und bekanntesten Tessiner Weinproduzenten.

Hier gehts rein:



Guiseppe Matasci war einer der Pioniere der Merlot-Produktion im Tessin. Der Familienbetrieb wird mittlerweile in dritter Generation geführt. Obwohl keine eigenen Weinberge bewirtschaftet, sondern die verschiedenen Traubensorten von über 1000 Weinbauern gekauft werden, ist Matasci Vini einer der grössten Merlot-Hersteller des Sopraceneri. Die zu Rot-, Weiss- und Roséwein verarbeitete Merlot-Traube stellt den Hauptanteil der Produktion dar, gefolgt von Bondola- und Americana-Trauben.

Hier ein Teil der sehr ansprechend und übersichtlich gestalteten Präsentation der eigenen Weine:




noch schöner hier die gesamte Produkt-Palette:




Die Weine findet man im Tessin auf vielen Karten der besten Restaurants, Cherubino und Le Mimose (den mag ich am liebsten) sind die Weissweine, Selezione d'Ottobre ist der bekannteste Rotwein, den man auch jenseits des Gotthards kennt, leicht, süffig, ohne ausgeprägte Tanine - so mag ich Rotweine auch im Sommer - doch mein Favorit unter den Roten ist der Sassariente bzw. wenn es im Barique sein darf, der Sirio.

In den sehr modern gestalteten Verkaufsräumen findet man neben der eigenen Produktion auch ein grosses Angebot von weiteren schweizer und italienischen Weinen sowie ein schönes Sortiment von kulinarischen Tessiner Spezialitäten.




In den renovierten Kellerräumlichkeiten lagern in der Önothek “Le Caveau” kostbare Weine aus ganz Frankreich sowie Spanien, Portugal und ein paar ausgewählten weiteren aussereuropäischen Ländern. 





Eine ganze Wand ist den besten Tessiner Winzern und ihren Weinen gewidmet, die in ihrer Gesamtheit ein repräsentatives Abbild der Weinlandschaft dieser wundervollen Region zeigen.



Das Weinmuseum ist im alten - teilweise aus den Anfängen des letzten Jahrhunderts stammenden - Keller untergebracht und stellt die Verbindung zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit her. Es legt ein beredtes Zeugnis ab über die Geschichte und die Kultur der Weinherstellung im Tessin vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Besichtigungen sind während der Saison dienstags um 16:00 Uhr möglich.

Doch die Familie Matasci hat sich nicht nur durch Weine, sondern auch durch ihre einzigartige, in über 40 Jahren zusammengetragene Kunstsammlung von Mario Matasci einen Namen gemacht. Über der Weinhandlung sind in Wechselausstellungen diverse Kunstwerke zu sehen. Alle drei bis vier Monate werden die Exponate ausgewechselt. Es werden nicht nur Werke von regionalen Künstlern wie Franco Francese, Piero Ruggeri, Cesare Lucchini oder Edmondo Dobrzanski gezeigt, sondern auch von weltbekannten Künsterln wie etwa Käthe Kollwitz, Otto Dix oder Varlin.




Für Kunstinteressierte:  Die bedeutende Sammlung von Mario Matasci kann man mittlerweile nach Voranmeldung (Tel. 079 601 60 24) in Riazzino im "Il Deposito" bewundern.

Sonntag, 9. September 2012

Grotto Sassalto, Caslano

Grotto Sassalto, via Stremadonne 65, 6987 Caslano, Tel. 091 600 90 94
geöffnet von März bis Dezember, Ruhetage: Montag und Dienstag



Beim Besuch dieses Grottos haben wir unser Erfolgserlebnis gleich bei der Ankunft: Juchhuuuu, wir haben es gefunden! So geht es wohl einigen Besuchern, die zum ersten Mal herauf kommen zu Federica Klausener in das Sassalto. Ein Bilderbuch Grotto - ein Traumblick. Okay, schon alleine dafür lohnt sich die Anfahrt an der belebten Seepromenade von Caslano entlang, dann halbrechts eine schmale Strasse hinauf (ja, da passt wirklich ein Auto hindurch - Daumen drücken, dass kein Fahrzeug entgegen kommt), dann irgendwo ein Schild, das auf das Grotto und den Parkplatz hinweist, ein paar Treppen hinunter in den schönen Garten - und dann wird man mit diesem Blick und dem liebevoll gedeckten Tisch belohnt. Wenn dann noch das Essen stimmt, dann fühlt man sich im siebten Tessiner Himmel.

Dass die Weinkarte excellent ist, daran hatte ich bereits vorab keine Zweifel, Federica Klausener ist die Tochter einer der besten Tessiner Winzer, Fabienne und Eric Klausener, deren raren "Baronessa Rossa" ich hier auch auf der Weinkarte entdecke. Wir haben einen Rückweg von knapp 45 min, dann doch lieber ein leichter Wein, der glasweise ausgeschenkt wird. Die Padrona empfiehlt uns den Tratto Fino der Tenuta San Giorgio der Familie Rudolph in Agno, einen Weißwein aus Bianco di Merlot und Kerner, teilweise im Tank und teilweise im Barrique ausgebaut.

Nach einem Gruß aus der Küche - Frittata mit Kartoffelscheiben und Spinat


gibt es als Vorspeise für mich Insalata di finocchi, arance e menta - Fenchelsalat mit Orangelfilets und Minze, (hätte ich mir etwas weniger süß, sondern deutlich zitroniger angemacht gewünscht)


und für den Signore Vitello Tonnato (eines der besten, die er je gegessen hat)


gefolgt von Trofiette con pomodoro fresco, capperi e olive, hausgemachte Trofiette in einem köstlichen Sugo aus frischen Tomaten, Kapern und Oliven für mich


sowie für Gerhard die Tagesempfehlung: Eglifilets, leicht mehliert, in Butter gebraten, mit Kartoffeln und Gemüse



Die Dessertkarte liest sich sehr verführerisch: Panna Cotta, Semifreddo mit Amaretto, Heidelbeeren mit Sahne, Melonenmousse ... doch das Schokoladeneis war leider aus, der GSS-Test muss auf nächstes Mal verschoben werden, dann müssen wir da halt wieder hin ;-) Und wir kommen gerne wieder, das haben wir dem sympathischen Küchenchef auch versprochen und Versprechen muss man halten.

Samstag, 12. Mai 2012

Der Tessiner Weinpapst - Urs Mäder und seine Cantina dell Orso

Cantina dell'Orso, Via Circonvallazione 7, Ascona
geöffnet: Montag bis Freitag von 9:00 bis 12:30 Uhr und von 14:00 bis 18:30 Uhr, Samstag durchgehend von 9:00 bis 17:00 Uhr
Parkplätze gibt es ausreichend direkt an der Cantina


Seit nunmehr 18 Jahren gibt es die Cantina dell'Orso in Ascona, zuerst viele Jahre in der Via Orelli und jetzt in diesem schönen, großzügigen hellen Verkaufs- und Degustationsraum mit angeschlossenem Lager in zentraler Lage.

Was ist er nun, der Inhaber der Cantina dell'Orso? Ist er der Tessiner Weinpapst, wie er oft von der Presse tituliert wird? Ist er der Botschafter Tessiner Winzer? Oder ist er schlicht der Weinbär, wie er sich selbst gerne bezeichnet? Er ist auf jeden Fall ein charmanter Plauderer und Wein-Geschichten-Erzähler.

Wer von Tessiner Wein spricht, muss auch von Urs Mäder sprechen. Er hat sich große Verdienste um den Tessiner Wein erworben. Er kennt die Tessiner Weine und Winzer wie kaum ein anderer. Und dass er Weine liebt, das merkt man ihm im Gespräch an.

Weineinkauf in der Cantina dell'Orso ist nicht mal nur schnell Weine aus dem Regal wählen - das ist fundierte Beratung, Fachwissen und Hintergrundinformation von Urs Mäder. Er kennt die bekannten und weniger bekannten Winzer. Er spürt Winzer auf und macht sie bekannt. Und dann erzählt er in seiner Cantina über diese Winzer und ihre Weine mit einer Begeisterung, die ansteckend ist. Man kann nicht anders, man muss diese Weine schon vor dem Verkosten lieben.



Neben Weinen bietet er auch gepflegte Brände, Liköre und die ein oder andere Tessiner Köstlichkeit an.


Übrigens: dieses Regal da oben sieht ein bisschen leer aus - ich war einkaufen!

Von Stefan gibt es viele schöne Videos über das Tessin, eines habe ich auch über die Cantina dell'Orso entdeckt:


Samstag, 24. März 2012

Cantina il Cavaliere di Roberto Belossi, Contone (Gambarogno)

Cantina il Cavaliere di Roberto Belossi, Via Cantonale, Contone



Bereits seit längerem habe ich geplant, hier bei Ti saluto Ticino Tessiner Winzer und ihre Weine vorzustellen. Doch mit welchem soll ich meine kleine Serie beginnen? Meine Wahl ist auf Roberto Belossi gefallen. Seine Cantina il Cavaliere liegt in Contone am Gambarogno, dort wo auch wir wohnen, wenn wir mal wieder ein paar freie Tage im Tessin genießen dürfen. Also, was liegt näher, genau hier, in einer Region, die uns besonders am Herzen liegt, meine kleine Tessiner Weinreise beginnen zu lassen.

Die Wurzeln der Cantina il Cavaliere reichen bis ins Jahr 1895 zurück, als der Urgrossvater von Roberto Belossi einen landwirtschaftlichen Betrieb gründete, dem dann später Weinbau zugefügt wurde. Die Rebstöcke erstrecken sich am Fusse des Monte Ceneri entlang über acht Hektar und werden nach den Richtlinien der integrierten Produktion bearbeitet. Die Trauben werden von Hand geerntet und sorgfältig ausgelesen, dann in Stahltanks vergärt. Die Reifung erfolgt in Barriques, die in klimatisierten Kellern gelagert sind. Es werden jährlich mehr als 60.000 Flaschen abgefüllt, alle mit der Bezeichnung D.O.C. Die Cantina produziert drei Sorten Weisswein, einen Rosé und sechs Sorten Rotwein.

Vor ein paar Jahren war die Cantina il Cavaliere noch relativ unbekannt. Auch wir fuhren immer, wenn wir bei der Anreise die Autobahn Bellinzona Süd verliessen, an dieser direkt an der Kantonalstraße links gelegenen Weinkellerei mit dem Schild aperto (manchmal stand da auch chiuso ;-) vorbei. Doch so nach und nach konnte man die Weine auf den Speisekarten der besseren Restaurants und Grotti entdecken und häufig bestellten wir den Gambarogno Bianco 2011 zu fritto misto di lago, wozu er ausgezeichnet passt

Der sympathische Strahlemann oben auf dem Foto ist Roberto Belossi. Ich habe gefragt, ob er einen Lieblingswein habe. "Ja", meinte er, "montags dieser" (und zeigt auf einen Wein im Regal), "dienstags dieser" (und zeigt auf den nächsten Wein) "und mittwochs...." Wobei er mir schon verraten hat, dass seine neueste Kreation, der Artù, der zu 50 % im Stahlfass und zu 50 % im Barrique ausgebaut wird, ihm schon besonders gut gefällt.

Da wir Rotweine nicht so gut vertragen, habe ich mich leider auf die Weissweine beschränken müssen: Gambarogno Bianco 2011 (100 % Merlot-Traube), Il Cavaliere Bianco 2011 (Chardonnay, Doral, Sauvignon) und Lansilò Bianco 2011 (ebenfalls 100 % Merlot). Und ein Fläschchen Artù musste trotzdem noch mit. Ach, ja, einen ausgezeichneten Grappa gibt es auch noch.


Samstag, 13. Februar 2010

Vini e Distillati Delea, Losone

Angelo Delea, einer der berühmtesten, wenn nicht sogar der bekannteste Tessiner Winzer, einer der Weingeschichte schrieb. Vor Delea war wohl kaum außerhalb des Tessins bekannt, dass es überhaupt einen weissen Merlot gibt. Wir haben Delea Weine bereits vor über 20 Jahren kennen gelernt und einer unser liebsten Sommer-Weissweine war und ist der Chiar di Luna. Delea hat so viele bekannte Weine wie bei den weissen neben dem Chiar di Luna den Apocalisse und bei den roten allen voran den Carato hervor gebracht. Hier im Tessin trinken wir gerne als Spumante den Charme in weiss oder rosé. Und eben dieser war uns gerade ausgegangen. Ein Grund mehr, mal wieder nach Losone zu Delea zu fahren.

Donnerstag, 21. Januar 2010

Tenuta Pian Marnino, Gudo

Tenuta Pian Marnino

Gudo
Tel. 091 859 09 60

Montag und Dienstag geschlossen, ansonsten nur abends geöffnet, sonntags und an Feiertagen auch mittags
Unser Lieblingstisch ist tavola 8, denn da sitzen wir mit Akela auch schön ungestört.

Mitten in der Natur liegt dieser Weinkeller mit Grotto. Der Name leitet sich von Marna, der Mühle ab, die früher dieses Gebiet versorgte. Wir waren an einem Sonntagmittag da, an dem es ein Menu für 39 Franken gab, Prosciuto e Melone, ein Teller mit verschiedenen Grilladen (Luganighetta, 2 Costine, 2 wunderbar dünne, rosa gebratene Scheibchen Roastbeef und eine dünne Scheibe von zarter Kalbskeule, ein semifreddo mit einem Tessiner Orangenlikör bildete den Abschluss.

Die meisten Weine der Produktion gibt es glasweise, selbstverständlich stehen sie auch, entweder in Einzelflaschen oder in 6er Kartons zum Verkauf. Den Spumante Pian Marnino, den Merlot Bianco sowie den im Barrique ausgebauten Sauvignon habe ich probiert und für gut befunden. Begeistert hat mich der Bondola Tenuta Pian Marnino, eine alte traditionelle Tessiner Traubensorte, die fast ausschliesslich im Sopraceneri, dem nördlichen Tessin angebaut wird.

Trotz „Hochbetrieb“ und vielen Tessiner Familien in Feierlaune eine sehr nette freundliche Bedienung von allen, wir kommen bestimmt wieder, und dann nehmen wir auch sicherlich ein paar Fläschchen Bondola und Merlot Bianco mit.


Wir waren etwa zwei Wochen später wieder da, wieder ein Sonntag, diesmal gab es keine Grilladen, ich hatte Glück und durfte das fantastische Fritto Misto del Lago probieren. Wunderbare Fischlein vom See, Sauce Tartare und dazu herrliche patate al forno und insalata mista. Gerhard hatte Entrecôte Roncaccio mit einer deutlich nach Rosmarin schmeckenden Kräuterbutter, sehr gute, weil nicht fette Pommes frites und Insalate Verde. Als Dessert gab es marinierte Erdbeeren mit Vanilleeis, ein Klassiker, perfekt zubereitet. Dann noch Café, Grappa und die niedrige Rechnung erstaunte uns mal wieder.